Asbest im Haus

Asbest kann in älteren Häusern, die bis Mitte der 1980er Jahre gebaut oder saniert wurden, enthalten sein, insbesondere in Fußböden, aber auch in Dach- und Fassadenplatten oder Blumenkästen. Ältere Haushaltsgeräte enthalten ebenfalls manchmal Asbest, darunter Haartrockner, Toaster, Warmhalteplatten, Durchlauferhitzer und Bügeleisen. Besonders wenn das Asbest nur schwach gebunden ist, geht eine ernsthafte Gefahr davon aus.

Die entstehenden Gesundheitsgefahren

Das Hauptproblem von Asbest im Haus ist die potenzielle Gefahr, niemand weiß, wann und unter welchen Umständen es freigesetzt wird. Es besteht aus feinsten Silikatfasern, die bei mechanischer Einwirkung freigesetzt werden, zum Beispiel beim Abschleifen, Schaben, Abstrahlen oder Klopfen. Ein Produkt in Ruhe setzt hingegen kaum Asbest frei. Die Fasern sind langspaltbar und bilden feinste Schwebteilchen, die sich in der Lunge festsetzen, dort Zellen aufstechen und noch bis 30 Jahre später Asbestose und Krebs auslösen können. Arbeiter, die daran leiden, berichten von Erstickungsängsten. Die häufigste Gruppe der Erkrankten sind derzeit ehemalige Handwerker, vielfach Dachdecker, gefolgt von Beschäftigten des Baugewerbes. Inzwischen gibt es sehr strenge Vorschriften im Umgang mit Asbest, die auch eingehalten werden müssen.

Die Arten der Verarbeitung von Asbest im Haus

Manche Asbestprodukte müssen auf jeden Fall saniert werden, da die Gefahr besonders groß ist. Das sind die schwach gebundenen Asbestprodukte, die schon bei kleinen Beschädigungen hohe Mengen der Asbestfasern freisetzen. Sie Sanierung erfolgt vorschriftsgemäß nach den Asbest Richtlinien. Diese bestimmen die Bewertung des Gefährdungspotenzials je nach Lage, Beschaffenheit und Zustand der Asbestprodukte. Bei fest gebundenen Asbest-Produkten wie etwa Asbestzement werden weniger Fasern freigesetzt. Wenn an solchen Bauteilen Arbeiten durchgeführt werden, ist die Arbeitsschutzvorschrift TRGS 519 einzuhalten. Laut Gefahrstoffverordnung gibt es eine Ermittlungspflicht vor dem Beginn von Bau- und Sanierungsmaßnahmen, die sicherstellt, dass Asbestprodukte nicht unerkannt bleiben.

Asbest in Bodenbelägen

Bis Mitte der 1980er Jahre sind asbesthaltige Bodenbeläge auch in Wohnräumen verbaut worden, heute ist das verboten. Bei unsachgemäßer Demontage können hohe Faserkonzentrationen entstehen und die Räume kontaminieren. Am häufigsten findet sich Asbest im Haus in:
-"Flex-Platten" - (PVC-Platten, Vinyl-Asbest-Fliesen): sie sind quadratisch mit 25 cm Kantenlänge, häufig grau, aber auch alle anderen Farben kommen vor. Festgebundener Asbest, auch verwendete Bitumenkleber enthalten Asbest. Wenn sie bröckeln, müssen sie unverzüglich gewechselt werden.

-Cushion-Vinyl-Beläge ("CV"-Beläge): in Lagen aufgebaute PVC-Bahnenware, strukturierte Oberflächen, oft auffälliges Fliesendekor, Asbest-Pappe in 1 mm Stärke auf der Unterseite, 90 Prozent schwach gebundenes Asbest - wechseln.
PVC aus den 1960er Jahren mit einer Jutefilz-Schicht (5 mm) auf der Unterseite sind meist asbestfrei. Auch in Zwischenlagen von Stragula- und Linoleumbelägen findet sich manchmal Asbest, ebenso in Estrich- und Klebematerialien. Es wird beim Schleifen oder Fräsen freigesetzt. Sie können lose Bruchstücke anfeuchten, staubdicht verpacken und ins Labor schicken. Die Sanierung erfolgt durch Fachleute.